Die meisten aufstrebenden Belletristik-Autoren wissen, wie schwierig es sein kann, ihre harte Arbeit veröffentlicht zu bekommen, besonders beim ersten Mal. Es kann so sein, wie wenn man versucht, seinen ersten Job zu bekommen, wenn man keine vorherige Erfahrung hat.

Das Web bietet seit einiger Zeit einige Möglichkeiten für Autoren, indem es ihnen erlaubt, ihre Arbeit bei Ezines einzureichen, aber oft ohne Belohnung. Es gibt auch die Möglichkeit, eine eigene Website zu erstellen, auf der man veröffentlichen kann, aber auch das kann zu wenig oder gar keiner finanziellen Belohnung führen. Beide Optionen können effektiv sein, um Erfahrungen zu sammeln, sind aber nicht unbedingt gut, um Einkommen zu generieren oder ein breites Publikum zu erreichen.

Eine andere Möglichkeit ist die Nutzung von Diensten wie Lulu, die es jedem ermöglichen, sein eigenes Buch selbst zu veröffentlichen, einschließlich Bindung und Verkauf auf Websites, einschließlich Amazon. Dies kann sehr effektiv sein, aber Ihr Buch an einen Ort zu bringen, an dem andere es kaufen können, insbesondere Buchläden, kann eine Herausforderung bleiben. Es gibt nur wenige Beispiele für selbstveröffentlichte Bücher, die erfolgreich waren.

Neue Self-Publishing-Optionen von Amazon und Apple

Die steigende Popularität von E-Books bietet Autoren eine noch einfachere und potenziell effektivere Lösung, da sie damit den Zwischenhändler ausschalten können. Amazon bietet seit einiger Zeit die Möglichkeit, dass Menschen ihre Werke im Kindle Store selbst veröffentlichen können, wo sie von Millionen von Menschen, die ein kompatibles Gerät besitzen, heruntergeladen werden können, einschließlich eines Mobiltelefons, PCs oder Macs. Ein wesentlicher Vorteil ist, dass Autoren direkt am Verkauf ihrer Werke verdienen können.

Mit der kürzlichen Einführung des iPad steigt Apple auch in den Self-Publishing-Markt ein. Der iBook Store bietet den Nutzern des Geräts (und jetzt auch des iPod Touch und des iPhone) bereits die Möglichkeit, E-Books über ihren iTunes-Account zu kaufen und sie überallhin mitzunehmen. Jetzt erweitert Apple diese Möglichkeit, indem es Autoren erlaubt, E-Books über iTunes Connect selbst zu veröffentlichen und sie an die zig Millionen iTunes-Benutzer zu verkaufen. Das Problem für einige Autoren ist jedoch, dass Sie mit einem Apple Mac veröffentlichen müssen.

Self-Publishing blättert eine Seite um

Das Lesen von E-Books – vor allem mit der zunehmenden Popularität von Geräten wie dem Sony Reader, Amazon Kindle und Apple iPad – wird in diesem Jahrzehnt zunehmend an Popularität gewinnen. Laut Sony könnten die E-Book-Verkäufe die gedruckten Bücher innerhalb von fünf Jahren überholen. Die Möglichkeit, E-Books mithilfe von Lösungen wie Amazon und Apple (und zweifellos auch Google) selbst zu veröffentlichen, bietet Autoren nicht nur erweiterte Möglichkeiten, sondern auch einen Einblick in die Zukunft der Buchveröffentlichung.

Diese Revolution wird das Spielfeld ebnen und es Autoren, die sonst Schwierigkeiten hätten, veröffentlicht zu werden, ermöglichen, ihr Werk in die Hände der Leser zu bekommen und ein Einkommen zu erzielen. Der Apple App Store hat bereits vielen Menschen eine Chance gegeben, Geld zu verdienen, manchmal mit wenig oder gar keiner Investition, und davor gab es viele Durchbrüche von Musikern, die sich auf MySpace bekannt machten. Der Aufstieg von E-Books ermöglicht es auch verborgenen Talenten, entdeckt zu werden und durch Mundpropaganda an Popularität zu gewinnen. Wer ein kreatives Gespür für die Selbstvermarktung hat, könnte es noch besser machen.

Es wird weiterhin Vorteile geben, auf etablierte Verlage zurückzugreifen, einschließlich Lektorat und Promotion, aber ein wichtiger Aspekt wird sein, dass E-Books von neuen Autoren so einfach zu erwerben sein könnten wie die von Autoren wie Stephen King.


Felix Weber - Doktorand und SAP Consultant