Die Ergebnisse der Studie geben einen Einblick in die Barrieren, denen sich Cluster als Open-Innovation-Vermittler gegenübersehen. In diesem Artikel wurde argumentiert, dass das Konzept der offenen Innovation, wie es ursprünglich geprägt wurde und wie es von Clustern angewandt wurde, eine der Säulen für die Umsetzung des Konzepts der vierten industriellen Revolution werden kann [68]. Für Unternehmen ist es oft notwendig, gewohnte Managementstile zugunsten einer nicht-traditionellen Methode zu verlassen – statt zu versuchen, Wissen zu kontrollieren, müssen die Akteure das Ökosystem, innerhalb dessen sie co-innovieren können, anerkennen und managen [69,70]. Eine erfolgreiche Transformation erfordert Bedingungen, die Clustern innewohnen – gegenseitiges Vertrauen, Kompatibilität, enge Zusammenarbeit und gemeinsame Prinzipien. Die Besonderheit von Clustern als eine Kombination aus konkurrierenden und kooperierenden Unternehmen scheint gut in einen solchen Rahmen zu passen.

Diese Arbeit ist ein bedeutender Beitrag zum OI-Wissen in Bezug auf offene Innovation in Clustern. Sie liefert einen Hinweis darauf, inwieweit Cluster mit Barrieren bei der Unterstützung offener Innovation konfrontiert sind und wie sie mit diesen Barrieren umgehen. Die bloße Tatsache der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen innerhalb von Clustern sagt nichts über den Erfolg gemeinsamer Innovationsprojekte aus. Nichtsdestotrotz scheint das Engagement für Open Innovation auf Clusterebene die Chance für diesen Erfolg durch strategische und operative Unterstützung in diesem schwierigen Prozess zu vervielfachen, aber es steht vielen Barrieren gegenüber. Der Einsatz von bewährten Methoden und Werkzeugen der offenen Innovation scheint den Aufbau von Open-Innovation-Kooperationen bei Unternehmen zu erleichtern, die dies bisher noch nicht getan haben oder mit spezifischen Einschränkungen konfrontiert sind, insbesondere bei KMU. Die obigen Schlussfolgerungen liefern Argumente und rechtfertigen die Schaffung einer systemischen Unterstützung für Open-Innovation-Aktivitäten in Clustern.

Auch wenn diese Ergebnisse Auswirkungen auf politische Entscheidungsträger in vielen Regionen haben, wurde bei unserer Analyse berücksichtigt, dass nicht alle Regionen durch die gleichen Bedingungen gekennzeichnet sind. In dieser Studie wurde eine kontextbezogene Sichtweise angenommen, die eine beträchtliche Vielfalt zwischen den Clustern in Bezug auf offene Innovationsprozesse und deren Barrieren aufzeigt. Diese Vielfalt deutet darauf hin, dass die Pfadabhängigkeit die Entwicklung von Clustern immer beeinflussen wird, da es sich um einen stark kontextabhängigen Prozess handelt. Folglich sind für jede Region spezifische, ortsbezogene Maßnahmen erforderlich, die die lokalen Bedingungen widerspiegeln.

Der Beitrag dieser mehrstufigen explorativen Studie zur Literatur äußert sich in der Bereitstellung von Wissen über das Phänomen der offenen Innovation in einer wirtschaftlichen Realität. Die Studie vergrößert die Modalitäten der offenen Innovation in Clustern, und daher sind die Ergebnisse in diesem spezifischen Kontext verallgemeinerbar. Die Studie liefert auch wichtige Grundlagen für internationale Vergleiche und weist auf die spezifischen Bedingungen des Phänomens für Transformationsökonomien hin. Die praktische Ebene dieser Studie umfasst die Bereitstellung von Wissen darüber, wie Barrieren, die offene Innovationen in Clustern behindern, überwunden werden können, was zu einer Grundlage für Empfehlungen sowohl für die Praxis der Koordinierung innovativer Aktivitäten in Clustern als auch für die Planung einer evidenzbasierten Wirtschaftspolitik werden kann.

Die Einschränkung der Studie liegt vor allem in der Größe der Stichprobe. Der Prozess der Clusterentwicklung in Polen hat erst vor relativ kurzer Zeit begonnen, und das Fehlen einer kohärenten Clusterpolitik hat die Größe der verfügbaren Forschungsstichproben begrenzt. Darüber hinaus basieren die Ergebnisse, obwohl die Analyse dies berücksichtigt, auf den Sichtweisen der Clusterkoordinatoren und ausgewählter Akteure aus aktiven Clustern der OI im Kontext der Transformationswirtschaft. Daher könnten Verallgemeinerungen nur dann möglich sein, wenn in Zukunft genügend Studien zu mehr Fällen in unterschiedlichen Kontexten durchgeführt werden.

Diese Studie könnte zum Verständnis der ortsbezogenen Aspekte von Open Innovation beitragen, und es ist die Hoffnung der Autoren, dass sie zu weiteren Studien über die Rolle von Clustern im Zeitalter der vierten industriellen Revolution anregen wird. Dies ist besonders relevant, da die Forschung derzeit durch mehrere Faktoren behindert wird, insbesondere durch das Fehlen einer offiziellen Klassifizierung von Praktiken im Zusammenhang mit offener Innovation.

Finanzierung: Diese Forschung erhielt keine externe Finanzierung.

Interessenkonflikte: Der Autor erklärt, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Referenzen und Open Access Hinweis

This is an open access article distributed under the Creative Commons Attribution License which permits unrestricted use, distribution, and reproduction in any medium, provided the original work is properly cited

McPhillips, M. Trouble in Paradise? Barriers to Open Innovation in Regional Clusters in the Era of the 4th Industrial Revolution. J. Open Innov. Technol. Mark. Complex. 20206, 84. https://doi.org/10.3390/joitmc6030084