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Ärger im Paradies? Barrieren für Open Innovation in regionalen Clustern im Zeitalter der 4. industriellen Revolution – Einführung | Felix Weber - Doktorand und SAP Consultant

Die vierte industrielle Revolution ist ein Konzept für organisatorische und technologische Veränderungen sowie die Integration von Wertschöpfungsketten und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, die durch innovative Technologien, Konnektivität und IT-Integration ermöglicht werden [1]. Die Weiterentwicklung integrierter Prozesse erfordert die Entwicklung von Fähigkeiten, die in höherem Maße relational, kognitiv und analytisch sein werden und eine enge Zusammenarbeit mit den externen Partnern eines Unternehmens erfordern. Um die Fähigkeit zur Zusammenarbeit aufrechtzuerhalten und zu nutzen, ist es jedoch notwendig, offene Innovationsmodelle zu managen, die verschiedene Akteure mit unterschiedlichen Motivationen und Zwecken in den Kollaborationsprozess einbeziehen [2]. Das Konzept der offenen Innovation (OI) besagt, dass Innovationsfähigkeiten auf viele Akteure eines Innovationsökosystems verteilt sind [2-4].

Regionale Cluster scheinen ein förderliches Umfeld für OI zu bieten, da signifikante und vorteilhafte Verbesserungen der OI-Prozesse durch die geografische Nähe induziert werden [5-7]. Insbesondere Simard und West [8] erkannten regionale Cluster als perfekten Rahmen für die Analyse von OI aufgrund der Existenz zweier zentraler Faktoren: Vernetzung vieler Akteure und Wissensflüsse. Es gibt eine Vermutung [9], dass das OI-Modell zu Vorteilen führt, die in regionalen Clustern noch gesteigert werden können. Der Großteil der vorhandenen Literatur konzentriert sich jedoch auf eine Betrachtung auf Mikroebene [10,11] oder auf makroökonomische Aspekte [12,13]. Wir hoffen, dass dieser Beitrag zur Verringerung dieser Forschungslücke beiträgt, indem er bei der Untersuchung von OI im Kontext der vierten industriellen Revolution eine Perspektive auf der Mesoebene einnimmt.

Cluster, insbesondere in Transformationsländern, bestehen überwiegend aus kleinen und mittleren Unternehmen [14]. Untersuchungen zeigen, dass Open Innovation für große Unternehmen eine strategische Entscheidung ist, um auf komplementäre Vermögenswerte und Fähigkeiten zuzugreifen, die von ihren Partnern besser beherrscht werden, während Open Innovation für KMUs eine Notwendigkeit ist, da sie hilft, die Ressourcen und Vermögenswerte zu kompensieren, die ihnen fehlen [15-17]. Es gibt eine beträchtliche Vielfalt in der Effektivität verschiedener Cluster, was dazu führt, dass es notwendig ist, diese weiter zu untersuchen und die Barrieren für offene Innovation gegenüber regionalen Clustern zu verstehen.

Die obigen Überlegungen waren die Grundlage für die Formulierung von Forschungsfragen für eine explorative Studie:

Q1: Was sind die Haupthindernisse, die Open Innovation in regionalen Clustern behindern?

Da sich neben den Erfahrungen der Cluster und Clustermitglieder bei der Einführung des Open-Innovation-Modells auch die Einstellung zu diesem relativ neuen Phänomen ändern könnte, lautet die zweite Forschungsfrage der Studie

F2: Unterscheiden sich die wahrgenommenen Barrieren zwischen aktiven und nicht-aktiven Clustern im Bereich der offenen Innovation?

Diese Studie wurde im Kontext einer Übergangsökonomie durchgeführt. Eine Transformationsökonomie ist eine Volkswirtschaft, die sich von einer zentralen Planwirtschaft zu einer Marktwirtschaft wandelt [18]. Bislang ist der Großteil der Forschung zu Open Innovation in fortgeschrittenen Marktwirtschaften zu finden. Die Bedeutung des Kontexts einer Übergangsökonomie ist gerechtfertigt, da das institutionelle Umfeld die Struktur politischer, sozialer und wirtschaftlicher Anreize prägt und dadurch den Umfang der strategischen Wahlmöglichkeiten von Einzelpersonen und Organisationen begrenzt [19]und den Einsatz von Open-Innovation-Strategien durch Unternehmen beeinflusst [20]. Es wird angenommen [21], dass in diesem Bereich Forschungsmöglichkeiten bestehen, um Prozesse aufzudecken, die das niedrige Vertrauensniveau überwinden können, um die Zusammenarbeit in einem Innovationsökosystem zu erleichtern

Die Originalität dieses Papiers ergibt sich daraus, dass es das erste ist, das sich auf praktische Erfahrungen von Clustern als Vermittler von offener Innovation im Kontext der Übergangswirtschaft konzentriert. Die Arbeit kann als ein Beitrag zur entstehenden Literatur über die räumlichen, kulturellen und organisatorischen Dimensionen von Open Innovation gesehen werden. Darüber hinaus erweitert er die bisherige Forschung zu den wahrscheinlichen Auswirkungen von Clusterkanälen auf Open Innovation in KMU.

Dieser Beitrag ist wie folgt aufgebaut: Zunächst werden die grundlegenden Prämissen und die Zusammenhänge von Open Innovation und Clusterkonzepten im Hinblick auf die vierte industrielle Revolution diskutiert. Danach wird das Mixed-Methods-Forschungsdesign vorgestellt. In den nächsten Abschnitten werden die Ergebnisse der Studie vorgestellt und die Barrieren für die potenzielle Rolle von Clustern als Open-Innovation-Intermediäre analysiert und diskutiert. Abschließend werden Schlussfolgerungen, Beiträge und Einschränkungen präsentiert.

Referenzen und Open Access Hinweis

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McPhillips, M. Trouble in Paradise? Barriers to Open Innovation in Regional Clusters in the Era of the 4th Industrial Revolution. J. Open Innov. Technol. Mark. Complex. 20206, 84. https://doi.org/10.3390/joitmc6030084